
Beiträge rund um Stockholm und Göteborg, die modernen Metropolen Schwedens, mit Tipps zu den besten Orten und Veranstaltungen und Interviews mit interessanten Persönlichkeiten die etwas mit den Städten verbindet



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Göteborg University by C_K_M on Flickr.
Kennt Ihr Freunde von Freunden? Falls nicht, unbedingt reinschauen! Das Team des Interview-Magazins trifft weltweit auf Menschen mit unterschiedlichstem kreativen und kulturellen Hintergrund. Während eines Interviews entsteht ein Portraits mit wirklich beeindruckenden Bildern.
Das Team sitzt wie wir in Berlin und hat letztes Jahr für unser Bildband tolle Fotos des Way Out West beigesteuert. Dabei kamen wir ins Gespräch, dass ein Portrait von Joel Borg, dem “Mister Way Out West”, super interessant wäre. Gesagt, getan. Es ging für FvF nach Göteborg, um diesen in seinem neuen Zuhause im Grünen zu besuchen - samt Frau, Sohn, Katzen und Hühner!


Der Fotograf hat sich wirklich selbst übertroffen. Richtig tolle Bilder, welche die Gemütlichkeit im Zuhause von Joel Borg super widerspiegeln.


Viel Holz, lichtdurchflutete Fenster, riesige Plattensammlung, schicke Möbel, dezent platzierte, stilvolle Dekoration - schwedischer Charme pur.

Joel Borg, der als PR und Marketing Manager der Booking Agentur Luger arbeitet, wirkt im Interview sehr bodenständig und irre sympatisch. Als FvF ihn auf die Bezeichnung “Mister Way Out West” anspricht, fällt sofort das Team, welches hinter all der harten Arbeit steckt. Er stehe durch die Pressearbeit zwar vordergründig in der Öffentlichkeit, entscheidend sei aber das gesamte Team:
“It is so much better if you do things together. If you are many you can do really great stuff, I really believe in that. It’s also important to stretch the fact that every person is important and every voice has the same weight”.

Das komplette Interview könnt Ihr hier lesen.
Wir sind begeistert vom Resultat des geplanten Interviews mit Joel und senden einen Dank an das Freunde von Freunden Team für das tolle Portrait!
På väg hem. #göteborg #gothenburg #sweden #morning #sky
Wie geht es weiter? Im dritten Teil wollten wir gerne mehr zu ihren zukünftigen Projekten erfahren, und natürlich wissen, was ihnen in Stockholm und Göteborg besonders gefällt und zur Inspiration beiträgt.
Ihr seid auch im Kunstbereich aktiv. So gab es eine Ausstellung in der Stockholmer Bonniers Konsthall oder das March of No Coincidence Brettspiel. Versucht Ihr bei Euren kreativen Ideen immer das Gesamtbild zu betrachten? Also die Umsetzung über alle Bereiche - Kleidung, Musik, Film und Kunst?
UFTD: Wir präsentieren unsere Projekte schon lange in einem großen Format. Es ist schön, alle Bereiche zu kombinieren. Da wir ja nicht wirklich aus dem Fashion-Bereich kommen, macht es Spaß, die Dinge auf unsere eigene Art und Weise umzusetzen. Deshalb sind wir wohl nicht lediglich eine Modemarke, sondern machen verschiedene Dinge zur gleichen Zeit. Also ja, wir denken immer direkt an das “Gesamtbild”.


Auch gab es den Launch Eurer ersten nachhaltigen Möbel. Wie kam es zu dieser Ergänzung?
UFTD: Dazu kam es irgendwie mehr zufällig, als wir mit unserem Büro nach Stockholm zogen. Wir mussten über neue Möbel nachdenken, und der Gedanke, etwas eigenes anzufertigen, war wirklich verlockend. Da wir uns auf einem nachhaltigen Weg befinden, haben wir angefangen, über recycelbare Möbel nachzudenken und die Recherche begann.
Ihr zitiert Marshall Ganz zum Teilen von Geschichten, mit der Anmerkung, dass diese teils traurig, teils Sonnenschein sind. Gibt es eine spezielle Geschichte die Ihr durch Eure Arbeit erzählen möchtet?
UFTD: Geschichten erzählen ist etwas, das die Menschen seit jeher tun. Eine besondere Kindheitserinnerung. Jedoch wird der Teil im Leben, in dem wir Geschichten erzählen, mit dem Alter auch weniger. Leider. Die Worte von Marshall Ganz sind toll, da sie etwas Schönes und Wichtiges beschreiben. Wir erzählen verschiedene Geschichten auf verschiedene Art und Weise aber mit einem Ziel: die Menschen zu inspirieren.

Im September habt Ihr Euren ersten Flagship-Stores in Stockholm eröffnet. In Deutschland habt Ihr einen Agenten in Offenbach bei Frankfurt und einige Händler deutschlandweit, verkaufen Eure Bekleidung. Gibt es zukünftige Pläne, auch einen Flagship-Store in Deutschland zu eröffnen?
UFTD: In Deutschland läuft es sehr positiv für uns und wir arbeiten mit einem großartigen Agenten zusammen. Wir sind uns sicher, dass es irgendwann in der Zukunft auch in Deutschland einen einzigartigen UFTD Laden geben wird. Es ist noch nichts konkretes geplant, aber bei uns ändern sich Dinge immer sehr spontan und ja, oft auch im Zuge einer geworfenen Münze ;)
Lasst uns zu guter Letzt über Schweden und insbesondere Stockholm und Göteborg sprechen. Beide Städte sind sehr kreativ. Spontane Dinge/Plätze die Euch und Eure Arbeit besonders inspirieren?
UFTD: Die meisten Gedanken & Ideen entstehen in der Natur. Diese findet man in beiden Städten überall. Als Gruppe individueller, kreativer Menschen, geben wir uns gegenseitig Energie und treiben uns an. Wir haben es bisher immer geschafft, gegenüber Ideen jedes Einzelnen, aufgeschlossen zu sein, sie zu stärken und nichts einfach abzuschmettern.
Ansonsten müssen wir für Inspiration nicht unbedingt die Welt bereisen. Unser Ehrgeiz so kreativ wie möglich zu sein, basiert darauf, ein Teil der dynamischen Gruppe kreativer Menschen zu sein… und das notwendige Stück Natur haben wir ja direkt vor der Haustür :)

Viele Leute gehen gerne auf Städtereise nach Stockholm oder Göteborg. Was sollte man Eurer Meinung nach unbedingt erleben oder gesehen haben?
UFTD: Wenn wir spontan an die Sommerzeit und Göteborg denken, dann sollte man den Botanischen Garten für ein Picknick besuchen.
In Stockholm kann man leicht in der Stadt seine Zeit vertreiben. Es gibt so viel zu sehen. Trotzdem gibt es natürlich einen guten Grund, warum im Sommer die meisten Leute die Stadt verlassen und zum Wasser fahren. Die Archipelago sind so nah. Nur eine kurze Bootsfahrt und man befindet sich inmitten der wundervollen Natur. Das sollte man unbedingt erlebt haben.

Bildquellen:
Div. Impressionen Uniforms for the Dedicated - UFTD Webseite
Botanischer Garten Göteborg - Nicho Södling / Imagebank Schweden
Kleidung nur für Männer sowie Mix Tapes zu jeder Kollektion? Genau diese Themen haben uns brennend interessiert.
Es gibt nur Kleidung für Männer. Habt Ihr Pläne, das Produkt-Portfolio zu erweitern, und ebenfalls Kleidung für Frauen anzubieten? Oder bleibt es beim Fokus auf Herrenmode?
UFTD: Wir haben uns entschieden, das Beste aus den verschiedenen Projekten herauszuholen. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Mode, mit dem Ziel, diese zu 100% aus natürlichen Ressourcen herzustellen - erstmal für Herrenmode. Wenn wir das erreicht haben, möchten wir uns gerne auch Kleidung für Frauen vornehmen. Also Schritt für Schritt widmen wir uns einer guten Sache nach der anderen :)

Wir haben von Eurem hohen Anspruch im Hinblick auf Rohstoffe gelesen. Was ist so besonders an den Rohstoffen aus Japan?
UFTD: Die Beschaffung von passenden Rohstoffen ist eines unserer langfristigsten und wichtigsten Ziele. Nachhaltigkeit ist unsere Priorität. Wir mögen die Stoffe aus Japan, da sie bei der Qualität und dem Handwerk die meisten anderen Länder übertreffen.
Viele Läden in Stockholm und Göteborg führen UFTD. Könnt Ihr Shops empfehlen, die unbedingt einen Besuch wert sind?
UFTD: In beiden Städten gibt es zahlreiche, tolle Läden wo es unsere Kleidung gibt. Grandpa und NK herrtrend zum Beispiel, die man in beiden Städten findet.

Musik macht Ihr auch - es gibt Mix Tapes mit Ambient- und Dance-Stücken. Wie genau ist UFTD im Bereich der Musik involviert? Als Label, das bestimmte Künstler unterstützt?
UFTD: Musik, Film, Fashion, Kunst, ganz egal was wir machen, wir produzieren alles Inhouse, also in unseren Räumlichkeiten. Wir hatten schon immer große Lust am Musik machen. Viele von uns haben schon produziert, waren Teil einer Band oder als DJ tätig. Deshalb haben wir uns vor einigen Jahren entschieden, für jede neue Kollektion einen Soundtrack zu produzieren. Gesagt, getan. Diesen haben wir dann auf ein USB Stick gepackt und als Hangtags an die Kleidung angebracht.
Und da sind Filme…
UFTD: Ja, wir dachten uns “warum nicht?!”. Es entstand unser erster animierter Musik-Film. Hier kommt dann die erwähnte “Großfamilie” ins Spiel, mit der wir an solchen Projekten arbeiten. Bei der Musik, ist die Spinne in unserem Musik-Netz Jonas Rathman, der neben seiner eigenen wachsenden Musik-Karriere, auch in unserem Göteborger Studio produziert.

Lasst uns über die Zusammenarbeit mit Tree Hotel sprechen. Wirklich beeindruckend. Ihr beschreibt diese als gemeinsame Vision in eine nachhaltige Richtung, im Hinblick auf Design und Arbeitsprozess. Wie kam es zu dieser Idee?
UFTD: Diese Zusammenarbeit ist wirklich der erste Schritt einer großartigen Reise. Wir konnten so viele Parallelen entdecken, als wir uns die Ideen von den Tree Hotel Gründern näher anschauten. Diese zeigt die großartige Bedeutung der Natur und transportiert das Gefühl, Eins mit der Natur zu sein. In Zeiten, wo unser Planet immer mehr “urbanisiert” wird und das auf einem Level, wo die Natur regelrecht vergessen wird, ist es uns wichtig, diesem Weg der Entwicklung nicht zu folgen und stattdessen die Natur zu schätzen.

Dies war der zweite Streich. Wir möchten gerne anmerken, dass die Zusammenarbeit mit Tree Hotel wirklich beeindruckend ist. Ein Foto wird dem Ganzen absolut nicht gerecht. Daher planen wir einen extra Blog Post zu genau dieser besonderen Kooperation.
Bilderquelle:
Impressionen UFTD - Press Kit
Morgen begrüßt das Hotel Clarion Post seine Besucher zum Fresh Fish - dem jährlichen Mode- und Design-Wettbewerb für Newcomer aus der regionalen Designerszene.

Fresh Fish?
2007 gründete Ali Davoodi das Unternehmen Fresh Fish, mit der Idee, eine Plattform ins Leben zu rufen, welche Nachwuchs-Designer in den Bereichen Kultur, Mode und Design die Chance gibt, ihre Arbeit zu präsentieren.
Mit der Gründung wurde gleichzeitig die erste Modenschau und ein damit verbundener Wettbewerb umgesetzt. Gekürt werden seitdem “Best Design” und “Best Accessory/Jewellry Designer” - von einer Jury, die sich aus erfahrenen Designern zusammensetzt.

Neben dem jährlichen Event wurde 2009 die Fresh Fish Gallery eröffnet - als Raum für die zukünftigen Stars der schwedischen Kunstszene.
Bilderquellen:
Banner - Hotel Clarion Post Facebook Fanpage
Fresh Fish GIF - Event-Webseite
Erinnert Ihr Euch an Uniforms for the Dedicated? Schicke Mode, die auf besonders kreative Art und Weise an den Mann gebracht wird :) Im letzten Jahr hatten wir das tolle Projekt vorgestellt und auch ein Interview angekündigt. Wie sagt man so schön, versprochen ist versprochen…!
Trotz viel Trubel haben sich die kreativen Köpfe von UFTD die Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten - dabei waren sie irre sympatisch :)
Erst einmal vielen Dank dass Ihr Euch die Zeit genommen habt. Wir sind begeistert von Eurer Arbeit.
UFTD: Sehr gerne und danke, das freut uns sehr :)
Wie würdet Ihr Eure UFTD beschreiben, damit Leute - die noch nicht das Vergnügen hatten Euch kennen zu lernen - eine Idee bekommen?
UFTD: Wir sind eine - sich stets vergrößernde - Gruppe von kreativen Personen, die in den verschiedensten Bereichen tätig sind. Der Fokus unserer Spielwiese liegt auf Musik, Kunst, Film, nachhaltige Mode und Möbel.

Also variiert das Team je nach Projekten?
UFTD: Ja, könnte man so sagen. Wir haben ein festes Team das Vollzeit arbeitet. Hinzu kommen dann , für jedes neue Projekt das wir anstreben, weitere Personen die uns auf unserer Reise begleiten. Ein bisschen wie eine Großfamilie, die aus vielen kreativen Menschen besteht.
Wie kam es zum Namen Uniforms for the Dedicated?
UFTD: Dieser hat sich über die Zeit hinweg entwickelt. Die Gründer lernten sich Anfang 2000 während einer Reise kennen. 2004 wurde das Projekt ins Leben gerufen. Ein Jahr später fiel die Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen, um T-Shirts zu verkaufen. 2008 kam der Name Uniforms for the Dedicated ins Spiel. Hiermit möchten wir reflektieren, was wir in den vergangenen Jahren gemacht haben und bestreben, auch weiterhin zu erreichen.
Bei Euch mischen Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit. Sagt, wie finden so viele kreative Köpfe letztendlich zusammen, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten?
UFTD: Das passiert ganz unbefangen. Wenn man etwas sieht das man mag, fühlt man sich unmittelbar davon angezogen. So ist es auch mit Menschen. Der Trick dabei ist, diese einfach zu fragen, ob sie Lust haben gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Als Gruppe macht das immer so viel mehr Spaß. Wie die meisten Dinge im Leben. Man erreicht eine unglaubliche Dynamik wenn man als Team arbeitet. Bei kreativen Köpfen ist es oft auch eine Herausforderung, da viele erstaunliche Ideen zusammen kommen. Innerhalb der letzten Jahre haben wir gelernt eine gewisse Balance zu halten, unsere Ideen zu sammeln und die passenden herauszufiltern und umzusetzen.

Ihr sitzt in Göteborg sowie Stockholm. Also sehr verstreut. Gibt es dennoch eine Zentrale, in welcher alle kreativen Ideen zusammen kommen?
UFTD: 2011 haben wir zwei Büros eröffnet, eines in Göteborg und eines in Stockholm. Gründung und Start von Uniforms for the Dedicated erfolgte in Göteborg, unser Zentrale ist nun aber in Stockholm. Wir konnten rund ein Jahr lang nicht entscheiden, wo unsere Zentrale sein sollte. Deshalb haben wir eine Hütte im Wald gemietet um uns zurückzuziehen und in Ruhe eine Entscheidung zu treffen. Letztendlich haben wir dann eine Münze geworfen… :)
Bildquelle:
Impressionen UFTD - Press Kit
Triumfglass = Eiscreme! Wann ist endlich Frühling? Wir können kaum noch abwarten bis die Sonne scheint und sich zahlreiche Menschen - uns natürlich mitgezählt - am Kiosk tummeln, um das erste Eis zu kaufen :)
In diesem Sinne wünschen wir Euch allen - trotz der noch ziemlich eisigen Kälte - ein schönes Wochenende!
Bildquelle:
goStockholmGöteborg Flickr
Für ein wenig Einstimmung auf das Wochenende, hier nun auch das Video zu “Bon Voyage” von Nadia…viel Spaß beim reinhören und mitwippen ;)
Unser Tipp: Augen und Ohren offen halten und auf ihrer Facebook Page vorbeischauen, vielleicht besteht die Chance, sie ganz bald in Deutschland live zu erleben. Also wir sind gespannt!
Erst kürzlich haben wir Euch Miriam Bryant und deren beeindruckende Soul-Stimme vorgestellt. Adam, der super sympathische Pressekontakt von Miriam in Schweden, hat uns bei der Abstimmung des Interviews direkt eine weitere Künstlerin ans Herz gelegt: Nadia Nair.
Ihre tiefe Stimme und die Gitarrenklänge der ersten 15 Sekunden des Songs “Bon Voyage” haben uns auf alle Fälle neugierig gemacht weiter reinzuhören.
Unser Fazit: tolle Stimme, tolles Video, sehr interessante Künstlerin, unbedingt mal reinhören!

Auch hat uns Nadia direkt ihre 5 liebsten Plätze in Göteborg verraten:
1. Nadia teilt unsere Liebe für das da Matteo, eines der ihrer Meinung nach schönsten Cafés der Stadt mit einer besonderen Mischung Göteborger und südeuropäischer Atmosphäre und tollen Plätzen im Innenhof.

2. Wer Chili mag, dem empfiehlt Nadia das Thai-Essen bei S.P.I.C.E, falls doch lieber lecker Mexikanisch, dann das Restaurant Puta Madre. In letzterem sagt sie, fühle man sich 100 Jahre zurückversetzt und erhält in einer tollen Atmosphäre Schätze aus dem besten Tequila-Vorrat des Landes, mit aktuell 287 Sorten.
3. Auch sie shoppt gerne bei Miss Ragtime, der gemütlichen Vintage-Boutique mit einer großer Auswahl an Second Hand Marken.
4. Insbesondere für die Jazz-Fans unter uns, ist ihr Tipp der Club Nefertiti, mit toller Live Musik.

5. Bei Kaffee-Lust empfiehlt Nadia auch das Café Husaren im malerischen und charmanten Stadtteil Haga, dem ältesten Bezirk Göteborgs. Dort gibt es die “Haga Bullen”, die wohl größte Zimtschnecke die man je gesehen hat :)
Bleibt nur noch Nadia zu zitieren: “Bon Voyage”!
Während des Interviews im Grünen Salon, haben wir Miriam auch direkt mal ihre liebsten Plätze in Göteborg entlockt.
1. Spontan musste sie direkt an einen riesigen und wunderschönen Wald denken. Früher ist sie oft die Berge hochgewandert und dann durch den Wald spaziert. Einer ihrer liebsten Plätze. Die tolle Göteborger Natur.
2. Dann erzählte sie begeistert von einer bestimmten Straße in Göteborg, der Andra Långgatan. Einer Art Hippie und Hipster “Barstraße”, mit rund 30 Bars. Dort geht sie gerne Bier trinken. Ihre Empfehlung, wenn man Göteborg besucht.
3. Für ein wenig Abenteuer empfiehlt sie den Besuch von Lisberg. Den wir zitieren als “sehr coolen und geliebten Themenpark”. Dort hat sie auch eine Weile in einem Restaurant gearbeitet.

4. Der Hafen. Einfach dort hingehen, auf das Wasser und die Umgebung schauen und entspannen. Ein super schöner Platz. Sie liebt Göteborg und dessen Hafen.
5. Zu guter letzt mag sie den sehr coolen Club YAKI-DA auf der Avenue - ein wirklich sehr schöner Club wenn man ein wenig feiern gehen möchte.

Nachdem sie den Club nannte, waren wir doch ein wenig neugierig was die Partyszene in Göteborg angeht und sie von den sog. illegalen Parties hält. Ihre Antwort..
Miriam: Ja, wir nennen sie die schwarzen Parties. Zu diesen gehe ich im Sommer auch. Normalerweise hat man dort immer richtig viel Spaß, insbesondere wenn sie in einem Wald stattfinden, mit Hunderten von Menschen, und das Bier günstig ist :) Grundsätzlich bin ich aber nicht wirklich eine Clubgängerin und mache viel Party. Ich liebe es, einfach in ein Pub zu gehen und Freunde zu treffen. Auch wenn ich wirklich gerne tanze. Dafür ist dann eine gelegentliche Partynacht genau richtig :)
Bilderquellen:
Hafen von Göteborg - Malin Skoog/Image Bank Sweden
Impression YAKI-DA - Website
Aller guten Dinge sind drei. Hier der letzte Teil des Interviews mit Miriam. Es geht um Musikgeschmack, Freizeit und warum sie Deutsche ein wenig seltsam findet - im positiven Sinne ;)
Ganz spontan, welche Musik magst Du besonders?
Miriam: Oh, ich höre so viele unterschiedliche Musik. Aktuell sehr viel Bon Iver, Florence and the Machine oder James Blake. Aber ich mag mittlerweile auch sehr gerne kommerzielle Musik. Eigentlich habe ich nie wirklich Radio gehört, aber seit Neuestem denke ich so: „Yeah, Rihanna oder Yeah, David Guetta“ :) Schon komisch, hab ich vorher nicht besonders gemocht. Warum auch immer, jetzt schon. Dann mag ich Indie Rock, Klassische Musik, Instrumentalmusik oder Filmmusik wie z. B. den Soundtrack von Jurassic Park, den liebe ich.
Immer wieder eine interessante Frage. Sehr oft mögen Musiker eine total andere Musik als die, die sie selbst machen
Miriam: Yeah. Manche Künstler sagen dass sie insbesondere von einem komplett anderen Musikstil inspiriert und beeinflusst werden. Vielleicht auch, weil sie so ungern verglichen werden wollen.
Apropos Vergleiche. Adele. Wie so viele vor uns, müssen auch wir sie erwähnen. Mal ganz allgemein gefragt, magst Du ihre Musik?
Miriam: Ich mag ihre Stimme wirklich sehr gerne. Sie hat eine wundervolle Stimme. Ich bin auf alle Fälle glücklich mit einer derart guten Sängerin sozusagen in einen Topf geworfen zu werden.

Wenn Du nicht gerade Musik machst oder eine Show hast, was machst Du gerne, neben mit Sicherheit entspannen und Freunde treffen?
Miriam: Außer entspannen und Freunde treffen…hm, das ist eindeutig der größte Teil. Ich gehe gerne ins Kino und mag Fotografie. Ich liebe es Fotos zu machen. Das war wohl einer meiner größten Interessen als ich noch mehr Zeit hatte. Von allem Fotos machen :) Das liebte ich und liebe es immer noch.
Fotografierst Du nur für Dich oder nutzt Du die Fotografie auch für Deine Arbeit als Musikerin?
Miriam: Oh, ich nutze meine Fotos auch für die Arbeit, ja. Die Bilder im Finders Keepers Video sind z. B. von mir. Oder habt Ihr die Poster schon gesehen?
Ja, haben wir.
Miriam: Sind auch von mir :) Wie z. B. das mit „Feelings on and off“, das hab ich ehrlich gesagt nur mit meinem HTC gemacht. Oder habt Ihr das Cover bei Spotify von Finders Keepers gesehen, wo ich rauche? Das ist eines dieser Ego-Bilder die man selbst macht ;) Ich liebe es, Bilder zu machen. Das ist wohl eines der Dinge, die ich am liebsten mache, neben der Musik.

In einem Interview hast Du kürzlich die Deutschen als ein wenig eigenartig bezeichnet, aber im positiven Sinne :) Wir sind neugierig wie Du das gemeint hast bzw. was der Grund hierfür war.
Miriam: Oh, das Interview ist schon draußen? Herrje :)
Ja, wir glauben es war das Interview mit den 10 bis 15 spontanen Fragen eines Radio-Senders
Miriam: Stimmt. Ich war echt aufgeregt. Ich wusste ja absolut nicht, was sie mich fragen würden. Aber letztlich war es cool und hat echt Spaß gemacht. Bei der Aussage zu den Deutschen ging es glaub ich um eine Frage, die ich einen Tag zuvor in einem anderen Interview gestellt bekam. Leider weiß ich gar nicht mehr, welche dies war. Es war auch mehr die Art und Weise wie gefragt wurde. Ich schätze das hat auch mit der Sprache zu tun. Die Frage war so komisch aber auch liebenswert. Ich musste darüber den ganzen Tag schmunzeln :)
Wirklich schade, dass Du Dich nicht an die Frage erinnern kannst :)
Miriam: Ja, ist es :) Dann bekam ich irgendwo in München einen Liter Bier, Wurst und zum Abschluss dann ein Eis… mit Wurstgeschmack.
Ein WAS? Das kennen wir auch nicht wirklich…
Miriam: Ja, im Ernst. Ich dachte mir nur “Was ist das?”. Das war auch echt seltsam aber hey, im positiven Sinne. Ich liebe Deutschland :)

Gibt es etwas, dass Du nun gerne noch unbedingt mit uns teilen möchtest? Irgendein Gedanke?
Miriam: Nun ja, ich dachte gerade an die Tatsache, dass man als Debüt-Künstler immer nett und höflich sein sollte. Natürlich bin ich grundsätzlich höflich, aber manchmal ist es auch schwierig. Gestern war echt super, da ich meine Vielfältigkeit zeigen konnte. Die verschiedenen Seiten von mir auf die Bühne zu bringen ist toll. Ich glaube auf Tour zu gehen wird mir helfen, mich als Künstlerin aber auch ganz allgemein meine Persönlichkeit zu entwickeln.
Mit Sicherheit. Nett und höflich sein ist wichtig und die Kür des guten Benehmens. Trotzdem ist es auch schön, mehr über den Charakter eines Künstlers zu erfahren - mit Ecken und Kanten. Sonst ist es doch langweilig. Das macht die Sache erst interessant.
Miriam: Ja, das stimmt. Ich denke dass es für einen Künstler auch die Sache um einiges leichter macht. Man kann bei einem Gespräch, wie diesem mit Euch, einfach so sein wie man ist :)
Stimmt. Uns hat es auf alle Fälle Spaß gemacht so offen mit Dir zu sprechen. Vielen Dank, dass Du Dir dafür die Zeit genommen hast :)
Miriam: Oh, gerne. Ich danke Euch :)
Bilderquellen:
Pressebild Miriam Bryant - EMI Music
Poster - Miriam Bryant Website
Heute folgt der zweite Teil des Interviews mit dem Göteborger Stimmwunder Miriam Bryant: Die 21-jährige stand uns Rede und Antwort und war dabei immer extrem ehrlich. So hat uns interessiert, wie es dazu kam, dass sie als Musikerin durchstartete und was ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept ist.

Wir haben gelesen, dass Du einen sehr engen Freund getroffen hast und Ihr dann angefangen habt, gemeinsam Musik zu machen.
Miriam: Ja, Victor.
Wie kam es dazu? Ihr habt zusammen gesessen und festgestellt, dass Ihr Musik liebt und gemeinsam was drauß machen solltet?
Miriam: Fast ;) Er war auch in der Volkshochschule, für Produktion und Song Writing. Im Norden. Dort hatten sie ein Projekt das sich Künstler-Profil nannte. Aufgabe war es, mit einem Musiker ein Video zu drehen oder Lieder zu schreiben. Er fragte ob ich seine Künstlerin sein möchte. Sicher wollte ich :) Also nahm ich den nächsten Zug, ganze 16 Stunden, bis in den tiefen Norden. Ich muss Euch sagen, ich hatte echt Angst und dachte nur „Oje, ich habe keine Ahnung wie man Lieder schreibt“. Er meinte: “Lass uns das machen und schauen was dabei rauskommt“. Gesagt, getan. Wir schrieben als Erstes Finders Keepers. Das war echt cool.
Ein nettes Künstlerprofil für ihn.
Miriam: Ja, ich schätze das hat wirklich gut geklappt :) Finders Keepers haben wir dann auch als dritten Song aufgenommen. Er bekam eine gute Note und bei der Vorstellung waren viele Leute, die sehr gute Kontakte zur Musikindustrie haben. Alle waren sehr interessiert und fragten: „Wer ist das Mädchen mit der guten Stimme?“ Ab dann ging es los.

Interessant. Davon konnte man bisher nicht viel lesen. Nur über den Hype auf Youtube aber nicht, wie es dazu kam dass jemand sagte „komm, lass uns das machen“.
Miriam: Ja. Victor ist ein wirklich sehr guter Songwriter und hatte bereits einen Publishing Vertrag. Also schickte er die Songs zu seinem Publisher und der meinte: „Lass uns den Song an American Idol schicken.“ Gemeint war „Last Soul on Earth“. Er wollte mich dann unbedingt treffen und fragte direkt, ob ich möchte, dass er mich als Künstlerin vertritt. Ich stimmte zu und da er wichtige Kontakte zu Labels pflegt, folgte ein Plattenvertrag. Er hat den Song bei einigen Leuten “gepitcht”. Nach nur wenigen Monaten kamen einige Angebote.
Für alle die gerne mal in den Song “Last Soul on Earth” reinhören möchten, über den nachfolgenden Link gelangt Ihr zu einem tollen Live-Auftritt von Miriam bei Tape TV:
Ok, weiter geht es mit dem Interview. Nicht schlecht.
Miriam: Ja, Ich war so glücklich :) Und ratet mal was? Wir haben zuallererst in Deutschland unterschrieben. Es schien der beste Weg zu sein, schließlich hat Deutschland die drittgrößte Musikindustrie der Welt. Ich schätze, wenn man am richtigen Ende mit Dingen beginnt, kann man weiter kommen als man denkt. Ich habe Freunde die mir auf Facebook schreiben und fragen: „Wie hast Du das gemacht? Ich möchte auch einen Plattenvertrag“. Ich antworte dann mit: “Schreibe ein paar Songs und versuche einen Publishing Vertrag zu bekommen”. Das ist womöglich der beste Weg. Es gibt so viele talentierte Musiker, so viele gute Songwriter. Ich schätze man benötigt ein wenig Glück und die richtigen Personen um sich. Leute die wichtige Kontakte haben.

Ja, das ist durchaus hilfreich. Und natürlich ein gewisses Talent…
Miriam: Ja, sicher. Natürlich benötigt man am Ende des Tages diese sozusagen extra Meile. Die Leute müssen die Musik anhören und letztlich mögen.
Bildquellen:
Pressebild Miriam - EMI Music
Lyrics Finders Keepers - Facebook Fanpage Miriam Bryant
Plakat - Facebook Fanpage Miriam Bryant
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